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Die Champions – Der Traum vom Fußball
Ein Filmabend mit Heiko Hesse
Die Besucher der Open Stage Veranstaltung am 2. November hatten wie bei großen Filmfestivals die Möglichkeit, einen Film zu sehen und im Anschluss daran mit einem ihrer Darsteller über den Film zu diskutieren. Gezeigt wurde der preisgekrönte Film „Die Champions - Der Traum vom Fußball“ des Grimme Preisträgers Christoph Hübner und Gabriele Voss. Beide hatten Jugendliche über Jahre bei ihrem Versuch begleitet, den Traum von einer Profikarriere zu verwirklichen. Entstanden ist ein Kinofilm über vier junge Fußballstars, über ihren Kampf um den Aufstieg ins Profigeschäft, über Siege und Niederlagen und persönliche Tragödien und Rückschläge. Das Publikum in der DSKL sah den Film mit großem Interesse.
Im Anschluss an den Film ergab sich eine interessante Diskussion mit dem Darsteller Heiko Hesse, der selbst einige Jahre als Nachwuchsfußballer bei Borussia Dortmund gespielt hatte, inzwischen aber Karriere im Wirtschaftsbereich gemacht hat. Auf die Frage, welche Bedeutung die Zeit bei Borussia für seine spätere Karriere gehabt habe, antwortete Hesse Folgendes: „Profifußball im jungen Alter braucht eine ganze Menge Disziplin und Motivation. Man trainiert fast täglich mit sehr guten und oft besseren Mitspielern, sodass man sich täglich aufs Neue beweisen muss. 20 Spieler kämpfen beim täglichen Training um einen der 11 Plätze für das Spiel am Wochenende. Natürlich sind viele Stammplätze schon vergeben, aber Fußball basiert auf dem Leistungsprinzip. Mir hat dieser Wettbewerb im jungen Alter, sei es bei Borussia Dortmund, in der Westfalenauswahl oder im Kader der deutschen Jugendnationalmannschaften (U15-U17) sehr viel für meine spätere akademische Karriere gebracht. Ohne diese Erfahrungen wäre es sicher schwer für mich gewesen, mich in Essex, Oxford oder Yale durchzusetzen. Oxford und Yale zählen zu den führenden Universitäten weltweit und man misst sich mit den besten Studenten in seinem Fachbereich. Man muss gute Leistungen erbringen, um Stipendien zu erhalten und den Respekt der Professoren zu gewinnen. Die Vorbereitung für Prüfungen ähnelt zudem dem täglichen Fußballtraining. Der Profifußball hat mir auch geholfen, andere Kulturen besser zu verstehen. Ich hatte Mitspieler aus Südamerika, Afrika, Osteuropa und vielen anderen Ländern. Man kann sich das als einen Mikrokosmos in einer globalisierten Welt vorstellen. In meinem Studium und in meinen späteren Berufen haben mir diese Erfahrungen viel gebracht.“
Text: Martin Gunst Fotos: Nico Deleu
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