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Wer ein Instrument lernt, kommt besser durchs Leben Musikförderung an der DSKL
Wer ein Instrument lernt, komme besser durchs Leben, berichtete vor kurzem die Wochenzeitung Zeit. Musik drohe aber unter der Dauerbeschallung der MP3-Player aus dem Bildungsbewusstsein unserer Gesellschaft zu verschwinden. Dabei ist es längst kein Geheimnis mehr, wie sehr Musik die Entwicklung der Kinder fördert. Der renommierte amerikanische Kognitionspsychologe Howard Gardner etwa hat eine Intelligenztheorie entwickelt, die auch emotionale und soziale Fähigkeiten einschließt. Er hält die musikalische Intelligenz für eine der wichtigsten Teilintelligenzen des Menschen. Die Welt der Töne befähige Kinder, ihre Umgebung besser zu verstehen und sich anderen mitzuteilen. Musizieren lasse die Verbindungen zwischen den Nervenzellen beider Gehirnhälften besser wachsen, fördere Konzentration und Kommunikation. Dabei, so ergaben wissenschaftliche Studien, sei es besonders wichtig, selbst aktiv zu werden und ein Musikinstrument zu spielen. Passives Konsumhören bringe nur wenig. Kinder, die aber ab dem sechsten Lebensjahr kontinuierlich zwei Stunden Musikunterricht in der Woche haben, dazu ein Instrument lernen und es in einem Ensemble spielen, könnten nach drei Jahren ihre Intelligenzleistungen und vor allem das räumliche Vorstellungsvermögen verbessern, folgert zum Beispiel der Musikpädagoge Hans Günther Bastian aus einer Langzeitstudie an Grundschülern. Sie seien aufnahmefähiger, sozial kompetenter und selbstbewusster als unmusikalische Gleichaltrige. Trotz solcher wissenschaftlichen Erkenntnisse hat es die Musik an allgemeinbildenden Schulen in Deutschland schwer, gegen »harte« Fächer wie Mathematik anzukommen. Was zählt, ist Leistung, und die ist im Fach Musik schwerer messbar. Mit ein bisschen Musik komme keiner dem Abitur näher, so der verbreitete Irrtum. Deshalb tobt an den allgemeinbildenden Schulen ein akademischer Grabenkampf zwischen den schönen, aber scheinbar nutzlosen Künsten und den Naturwissenschaften, auf die es vermeintlich viel mehr ankommt. Die DSKL ist auch hier den Schulen in Deutschland um einen wichtigen Schritt voraus. Nicht nur, dass die Schüler durchgehend in allen Jahrgangsstufen zwei Musikstunden in der Woche erhalten, ab diesem Schuljahr ist es zudem möglich, an der DSKL aus einem breit gefächerten Angebot an Instrumentalunterricht auszuwählen. Angeboten werden sowohl klassische Orchesterinstrumente, als auch Instrumente der Rockmusik. Von diesem Angebot machen inzwischen über zwanzig Schüler und Schülerinnen Gebrauch. Weitere zwanzig Schüler spielen in schulischen Ensembles: Sie lernen in einer der beiden Percussion – AGs das Spielen eines Perkussionsinstruments, spielen in der Schulband oder trainieren das Ensemblespiel in der Kammermusik AG. Musizieren macht Spaß und Mühe. Mühe, die sich lohnt, denn die Schüler lernen weit mehr, als ein Instrument zu spielen.
Text und Fotos: Martin Gunst
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